Rückenwind für grüne Ziele

GRÜNE im Kreistag fordern höheres CO2-Einsparziel für Gebäude

Die GRÜNEN wollen den frischen Wind für Klimaschutz nutzen, um auch im Wetteraukreis einen Schritt weiterzukommen. Die Europäische Union hat ihr Emissionsminderungsziel für 2030 erhöht: von 40 auf 55 Prozent im Vergleich zu 1990. Deutschland muss jetzt nachziehen, im Gespräch ist eine Verschärfung des nationalen Ziels von 55 auf 65 Prozent weniger CO2 bis 2030. Bis 2050 müssen wir klimaneutral wirtschaften.

Die Zeit ist knapp, und alle müssen mitziehen. Bisher hinkt der Wetteraukreis in Sachen Klimaschutz leider hinterher. Das Sektorziel für Gebäude liegt schon jetzt bei 67 Prozent. Es ist verbindlich festgeschrieben im Klimaschutzgesetz des Bundes von 2019. Im Klimaschutzkonzept des Kreises stehen hingegen 55 Prozent, formuliert als Mindestziel.

„Das Mindeste ist nun, dieses Ziel für die kreiseigenen Gebäude auf 67 Prozent zu erhöhen“, sagt Katja Dombrowski, klimapolitische Sprecherin der Kreistagsfraktion. „Das sind vor allem die Schulgebäude im Wetteraukreis, für die der Kreis Verantwortung trägt. Öffentliche Behörden müssen vorbildhaft vorangehen, und dafür wären eigentlich ganz andere Klimaziele nötig. Leider wurden alle unsere Anträge, die darauf abzielten, in den vergangenen fünf Jahren abgelehnt. Aber an diesem Minimalziel kommt der Kreistag nicht vorbei. Es wäre ein gutes Zeichen für die Zukunft der Wetterau, wenn die Volksvertreter*innen zum Abschluss der Wahlperiode gemeinsam ein Zeichen für Klimaschutz setzen würden! Das sollte möglich sein, wenn jetzt auch die SPD in ihrem Wahlprogramm erklärt: ‚Klimaschutz hat für uns oberste Priorität ‚“.