Die Wetterauer GRÜNEN haben ihre Fraktionsspitze gewählt. Wie bei den GRÜNEN üblich teilen sich eine Frau und ein Mann die Fraktionsführung. Michael Rückl aus Wölfersheim bleibt auch weiterhin in diesem Amt. Neu in der Spitze ist Isil Yönter aus Bad Vilbel. Sie ist bereits seit zehn Jahren in der Kommunalpolitik und steht für eine gerechte Sozialpolitik, die alle im Blick hat. Beide wurden einstimmig gewählt. Sie freuen sich über das ihnen entgegen gebrachte Vertrauen und diezukünftige gemeinsame Arbeit mit ihren Kolleginnen und Kollegen in der Fraktion. Es ist die größte, die die GRÜNEN im Kreistag je hatten.
Die Fraktion ist gut aufgestellt. Ihre Altersspanne reicht von 20 bis 67 Jahren. Die paritätische Geschlechterverteilung der GRÜNEN wurde im Wahlkampf seitens vieler Wählerinnen positiv thematisiert. Nach dem Wahlergebnis überwiegt gar der Frauenanteil. Enttäuscht zeigt sich Yönter vom Ausgang des Sondierungsgesprächs mit der CDU. Angesichts des eindeutigen Wahlergebnisses der GRÜNEN sieht sie den Willen der Bürger*innen nicht gewürdigt. „Für mich zeigt sich hier der mangelnde Wille der CDU zu einer thematischen Erneuerung“, so Yönter. „Erstes Ziel für uns beide ist deshalb, aus der mehr als doppelt so groß gewordenen Fraktion eine starke Opposition zu formen. Mit ihr wollen wir vehement für unsere Themen eintreten, allen voran der Klimaschutz.“In den letzten 28 Jahren waren CDU und SPD in unterschiedlichen Konstellationen je 23 Jahre im Wetteraukreis am Ruder.
Michael Rückl: „Das laugt aus. Und so trat die alte und nun wieder neue Koalition zuletzt auch auf. Sie arbeitet Themen ab, anstatt mit ihnen Veränderung vorantreiben zu wollen. Das hat sie beim Klimaschutzkonzept, bei der Schuldigitalisierung und auch beim Schulbau gezeigt, bei dem sie noch immer auf fossile Energien setzt. Und sie greift Zukunftsthemen nicht auf. Für den Schutz des Wassers, des Bodens, den Nahverkehr erklärt sie sich regelmäßig als nicht zuständig. Kann man so machen, macht aber die Wetterau nicht besser. In diese Wunden werden wir deshalb weiter unsere Finger legen.“