In Kürze werden die Sieger des Umweltpreises des Wetteraukreises bekanntgegeben. Der Preis wird alljährlich an engagierte Menschen, aktiv im Umwelt- und Naturschutz vergeben. Für den Status einer sogenannten Belobigung haben die Wetterauer GRÜNEN die in Karben ansässige BIENENBOTSCHAFT beim Kreis eingereicht. Bereits seit vielen Jahren setzen sich Antonio Gurliaccio und Martin Mrohs für den Schutz der Wildbiene ein, die auf der roten Liste der bedrohten Tierarten in Deutschland steht.
„Es liegt uns am Herzen, artgerechte Naturnistplätze für wildlebenden Bienen bereitzustellen. Dabei greifen wir auf die alte Art des Imkerns: das Zeidlern zurück. Mittels der Schaffung von Habitaten, geformt aus großen Baumstammstücken, wurde die Urform einer Bienenbehausung als Baumhöhlensimulation von der BIENENBOTSCHAFT nachgebaut“ führt Antonio Gurliaccio aus. Dieses weltweit erste artgerechte Habitat für die Honigbiene wurde von den Karbenern in Zusammenarbeit mit dem Team des renommierten Bienenexperten Prof. Dr. Jürgen Tautz auf Basis gewonnener wissenschaftlicher Erkenntnissen der Baumhöhlenforschung, als sogenanntes ®natural habeetat *tree entwickelt. Die Arbeit ist ein wichtiger Beitrag zur Biodiversität, insbesondere, wenn es um die Rettung und Ansiedlung von schwärmenden Bienen geht. Martin Mrohs erläutert: „Für uns steht nicht die Honiggewinnung, sondern das Wohlergehen der Biene und ihre Bestäubungsleistung bei unserem Tun im Vordergrund“.

Michaela Coletti, Kreissprecherin der GRÜNEN und Direktkandidatin für die Wetterau im Bundestagswahlkampf, betont: „Artenschutz steht für uns GRÜNE ganz oben auf der politischen Agenda, wenn es um den Schutz der Umwelt geht. Die BIENENBOTSCHAFT fördern mit ihrem Engagement zum einen die Biodiversität als auch das Aufleben und die Verbreitung von altem Kulturwissen, dem Zeidlern in einer modernen Form“.
Myriam Gellner, Kreistagsabgeordnete der GRÜNEN erläutert: „Die Arbeit der Bienen ist für uns Menschen überlebenswichtig. Mit dem Vorschlag der BIENENBOTSCHAFT für einen Belobigungspreis Umwelt in 2021 des Wetteraukreises lenken wir die Aufmerksamkeit auf artgerechte Bienenhaltung.“Habitatvorrichtungen der BIENENBOTSCHAFT finden sich bereits an zahlreichen Stellen in der Region u.a. im Karbener Wald. Hierfür gab es in 2019 den UNESCO Nachhaltigkeitspreis. Darüber hinaus arbeiten das Team der Bienenbotschaft mit prominenten Kooperationspartnern wie dem Frankfurter Zoo und dem Botanischen Garten, betreuen Habitatstandorte u.a. im Umweltbildungszentrum Schatzinsel Kühkopf in Stockstadt am Rhein und erfahren bei ihrer Arbeit Unterstützung vom Hessen Forst.
Ihr Wissen geben sie in Workshops und Seminaren weiter. Am Herzen liegt ihnen auch die Umweltbildung für Kinder über das Leben und die Wichtigkeit der Biene für Mensch und Natur. In einer Nieder-Erlenbacher Kita betreuen sie deshalb gemeinsam mit einer Kindergruppe ein Habitat. „Mit den Augen der Bienen zu sehen“ – dieses Credo der BIENENBOTSCHAFT stellt die Grundlage ihres Umweltengagements dar, mit dem sie sich weit über die Wetterauregion hinaus einen Namen gemacht haben.