Mobilitätsstationen im Wetteraukreis – Kreistag einbinden

Mit Erstaunen haben die GRÜNEN Presseberichte zur Kenntnis genommen, nach denen der Wetteraukreis sich auf den Weg macht, zum ersten Landkreis Deutschlands werden zu wollen, der ein flächendeckendes Netz an Mobilitätsstationen aufbauen will. „Wir begrüßen die Ziele, den Aufbau von Mobility-Hubs, um die bestehende ÖPNV-Infrastruktur mit Sharing- und On-Demand-Angeboten im Verkehrsbereich zu verknüpfen, oder das Erreichen eines Fahrgastplus von 30 % im RMV in den kommenden Jahren. Demgegenüber verstehen wir nicht, dass solche Aktionen an den gewählten Volksvertreter*innen vorbei organisiert werden,“ sagt der Kreistagsabgeordnete Gerhard Salz.

Drei Partner sitzen mit im Boot

Mit dem Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV), der Hochschule Rhein-Main und dem Regionalverband FrankfurtRheinMain hat sich die Kreisspitze bereits drei Partner ins Boot geholt. Zur Auftaktveranstaltung wurden die Wetterauer Kommunen in den Plenarsaal nach Friedberg eingeladen. Allerdings wurde bisher versäumt, z.B. im zuständigen Kreistagsausschuss für Regionalentwicklung, Umwelt und Wirtschaft bzw. im Kreistag darüber auch nur mal zu berichten.

Das fordern die GRÜNEN jetzt mit einem Antrag ein. Sie erwarten dadurch nicht nur Informationen zu diesem Projekt, sondern auch eine lebendige Diskussion zur möglichen Verknüpfung der verschiedenen Verkehrsträger im gesamten Kreisgebiet. Allein am Friedberger Bahnhof gibt es hier jede Menge zu tun. Hier funktionieren schon die Anschlüsse zu den Regionalbahnen und -bussen nicht in zufriedenstellendem Maß. Hinzu kommt, trotz starker Bautätigkeit im Osten des Bahnhofs, die weiterhin fehlende Fußgängerunterführung unter den gesamten Bahngleisen. Bei der Verknüpfung von Fußgängerverkehr und Bahnkund*innen ist noch viel Luft nach oben.