GRÜNE für Radschnellweg entlang der Main-Weser-Bahn

Die Hessische Landesregierung beabsichtigt, rund um das Rhein-Main-Gebiet sogenannte Radschnellwege auszuweisen, um u. A. das Berufspendeln mit dem Fahrrad zu erleichtern. Diese Wege zeichnen sich aus durch den Verzicht auf höhengleiche Kreuzungen mit dem Autoverkehr, keine starken Steigungs- und Gefällstrecken, sanfte Kurvenführung und alles Weitere, was schnelles Fahrradfahren ermöglicht. Einer dieser Wege, der FRM6, führt von Butzbach durch die Wetterau nach Frankfurt. Der Regionalverband RheinMainFrankfurt hat hierzu bereits eine Umfrage durchgeführt und ist mit den Städten und Gemeinden an der Strecke in regem Austausch. Die auf der Karte dargestellten Streckenvarianten enthalten allesamt zu viele Kurven, Kreuzungen und Brücken und Unterführungen. Selbst die Bahnvariante führt nicht stringent an der Bahnstrecke entlang.

GRÜNE fordern Kommunikation mit der Bahn

Kreistagsabgeordneter Gerhard Salz

Die Kreistagsfraktion der GRÜNEN fordert vor dem Hintergrund, dass das Land eine solche weder genehmigen noch mitfinanzieren wird, ein Umdenken. Da sich die Planungsarbeiten für das dritte und vierte Gleis der Main-Weser-Bahn zwischen Friedberg und Bad Vilbel bereits in einem fortgeschrittenen Stadium befinden, muss unbedingt die Kommunikation zwischen allen Beteiligten (Wetteraukreis, Regionalverband, Land Hessen und DB-AG) voran getrieben werden. Der Kreistagsabgeordnete Gerhard Salz dazu: „Beim Ausbau des ersten Teilabschnitts zwischen Bad Vilbel und Frankfurt schlug der ADFC aus Bad Vilbel/Karben vor, die bestehenden Baustraßen an der Bahnstrecke als Radschnellweg auszubauen.

GRÜNE stellen Antrag im Kreistag

In der kommenden Kreistagssitzung steht das Thema auf der Tagesordnung. Der Wetteraukreis soll dazu federführend Gespräche mit den beteiligten Kommunen, dem Regionalverband, dem Land Hessen und der DB AG organisieren. Die bisherige Vorarbeit des Regionalverbandes wird dabei selbstverständlich einfließen. Der Wetteraukreis selbst zahlt für den Ausbau der Main-Weser-Bahn einen mindestens zweistelligen Millionenbetrag. Da muss es möglich sein, auch einen Brosamen für den Fahrradverkehr abzuwerfen. Salz abschließend: „Jedes Teilstück Radweg an der Bahn ist für die Radler*innen ein Gewinn. Beim Ausbau der Bahnstrecke eröffnen sich dazu Perspektiven. Der Bereich zwischen Butzbach und Friedberg bedarf allerdings ebenfalls einer intensiven Betrachtung.“