Wie steht es um die Ausbreitung invasiver Arten im Wetteraukreis? GRÜNE Kreistagsfraktion fordert Bericht im zuständigen Ausschuss

Die Kreistagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN will klären, wie sich die Ausbreitung invasiver Arten im Wetteraukreis aktuell darstellt. Sie schlägt vor, dass die zuständigen Fachdienste Naturschutz und Landschaftspflege sowie Veterinärwesen im zuständigen Ausschuss für Regionalentwicklung über die Situation berichten.

Angetrieben durch den rasant fortschreitenden Klimawandel stellt die Ausbreitung gebietsfremder Pflanzen und Tiere eine zunehmende Herausforderung für die heimischen Ökosysteme, die Landwirtschaft und die menschliche Gesundheit dar. Die GRÜNEN wollen nun wissen, welche invasiven Pflanzen- und Tierarten sich bereits in der Wetterau angesiedelt haben und wie ihr Gefährdungspotenzial einzuschätzen ist. Daran schließt sich die Frage an, welche Gegenmaßnahmen zur Eindämmung oder Gefahrenabwehr der Kreis ergreift.

 

Marcus Stadler, Kreistagsabgeordneter

Kreistagsmitglied Marcus Stadler: „Beispiele sind die Asiatische Hornisse, der Japankäfer oder die Asiatische Tigermücke. Sie alle können in Zukunft erhebliche ökologische und ökonomische Schäden anrichten. Hinzu kommen bereits heimisch gewordene Arten wie der Waschbär oder der Prozessionsspinner. Die Erfahrungen mit ihnen machen schnell deutlich, dass die herkömmlichen Strategien versagen und es neuer Methoden bedarf, um unsere heimischen Ökosysteme zu schützen und mögliche Gesundheitsgefahren für die Bevölkerung abzuwenden.“

 

Von dem Bericht im Ausschuss erwarten die GRÜNEN deshalb nicht nur eine umfassende Darstellung der aktuellen Situation, sondern auch konkrete Empfehlungen für zukünftige Handlungsstrategien und Präventionsmaßnahmen. „Wir müssen wissen, wie verbreitet diese Arten im Landkreis bereits sind und welche Gegenmaßnahmen geplant sind“, betont Stadler. „Mit welchen Maßnahmen kann der Landkreis betroffene Bürgerinnen und Bürger unterstützen? Ein ehrlicher Überblick ist die beste Grundlage für wirksame Gegenmaßnahmen.“ Die GRÜNEN sehen in der systematischen Erfassung und Bewertung invasiver Arten einen wichtigen Schritt zum Schutz der biologischen Vielfalt und der Gesundheit der Bevölkerung im Wetteraukreis

 

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