Die GRÜNEN im Wetterauer Kreistag fordern, die Stellungnahmen zum Regionalplan Südhessen und zum Regionalen Flächennutzungsplan vom Kreistag beraten und beschließen zu lassen. Bislang war lediglich vorgesehen, im zuständigen Ausschuss über die fachlichen Stellungnahmen der Ämter zu informieren. Bei den Oppositionsparteien stieß das auf Widerspruch.
Aktuell läuft das Beteiligungsverfahren zum Regionalplan Südhessen und dem Regionalen Flächennutzungsplan. Einwände und Stellungnahmen können bis zum 15. Dezember 2025 eingereicht werden. Die GRÜNEN betonen die große Bedeutung des Regionalplans für die künftige Entwicklung des Wetteraukreises.
„Der Regionalplan ist das zentrale Planungsinstrument für die räumliche Entwicklung unserer Region in den kommenden Jahren. Es kann nicht sein, dass der Kreistag bei diesem wichtigen Thema außen vor bleibt und nur informiert wird, ohne die Möglichkeit zu haben, die Stellungnahme zu diskutieren und mitzugestalten“, erklärt Christa Degkwitz, Kreistagsabgeordnete und Mitglied der Verbandskammer des Regionalverbandes. „Hinzu kommt, dass es zu weiterem enormen Flächenverbrauch kommt, der insbesondere die Wetterau trifft. Das sollte uns nicht egal sein“.

Zudem hat die GRÜNE Kreistagsfraktion hat ihre Mitglieder in den Stadt- und Gemeindevertretungen aufgefordert, auch dort entsprechende Diskussionen und Beschlüsse zu den Stellungnahmen einzufordern. „Es sollte eine Selbstverständlichkeit sein, dass Parlamente auf allen Ebenen die Bedeutung von Regionalplan und Regionalem Flächennutzungsplan für ihre Kommunen beraten und darüber beschließen. Schließlich geht es um die langfristige Ausrichtung unserer Region in Fragen der Siedlungs- und Gewerbeentwicklung, des Naturschutzes und der Verkehrsplanung“, unterstreicht Gerhard Salz, Kreistagsabgeordneter und Mitglied der Regionalen Planungsversammlung Südhessen die Forderung der GRÜNEN.
Mit ihrem Antrag möchten die GRÜNEN sicherstellen, dass die demokratisch gewählten Vertreterinnen und Vertreter des Kreistags die Möglichkeit erhalten, einzelne Punkte der Stellungnahme zu diskutieren und gegebenenfalls auch zu ändern. Dies sei ein wichtiger Beitrag zur demokratischen Mitgestaltung der Zukunft des Wetteraukreises.