GRÜNE hinterfragen Qualität der Ladeinfrastruktur im Wetteraukreis

Die Kreistagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Wetteraukreis fordert eine detaillierte Bestandsaufnahme der vorhandenen Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge im Kreisgebiet.  Anlass ist die jüngste Mitteilung des Landrats, wonach im Kreisgebiet 229 Ladepunkte verfügbar seien – eine Zahl, die nach Auffassung der GRÜNEN keine belastbare Aussage über die tatsächliche Versorgungsqualität zulässt.

 

„Die bloße Anzahl von Ladepunkten sagt wenig über deren Qualität und Verfügbarkeit aus. Wenn wir beispielsweise Bad Vilbel betrachten, stehen dort nach unseren Informationen nur zwei Schnellladepunkte zur Verfügung. Für eine Stadt dieser Größe ist das eindeutig unzureichend“, erläutert Dr. Ina Neher, Kreistagsabgeordnete der GRÜNEN.

 

Die Fraktion weist darauf hin, dass für eine erfolgreiche Verkehrswende eine bedarfsgerechte und zukunftssichere Ladeinfrastruktur erforderlich ist. Aktuell weißt dieses allerdings Lücken in der Verteilung auf und über die Erreichbarkeit der einzelnen Ladepunkte ist wenig bekannt.

 

„Wir brauchen eine detaillierte Bestandsaufnahme und Informationen dazu, wie die Ausbauperspektive aussieht“, fordert Neher. „Dabei müssen wir nicht nur wissen, wo Ladepunkte vorhanden sind, sondern auch, welche Ladeleistung sie bieten, wie häufig sie tatsächlich verfügbar sind und wer für deren Wartung und Ausbau verantwortlich ist“. Die GRÜNEN fordern daher eine strategische Diskussion darüber, wie und durch welche Akteure der weitere Ausbau der Ladeinfrastruktur im Wetteraukreis vorangetrieben werden soll.

 

Deshalb soll das Thema in der kommenden Sitzung des zuständigen Ausschusses für Regionalentwicklung, Umwelt und Wirtschaft behandelt werden. Ziel ist es, einen umfassenden Überblick über die Situation der Ladeinfrastruktur und deren Ausbauperspektiven zu bekommen.