Drei Parteien im Wetterauer Kreistag lassen sich nicht mit einer Power-Point-Präsentation im Ausschuss abspeisen.
Am vergangenen Donnerstag stellte die Kreisverwaltung in Kurzform eine Übersicht über die Stellungnahmen der Kreisverwaltung zum Regionalplan/Regionalen Flächennutzungsplan im Ausschuss für Regionalentwicklung, Umwelt und Wirtschaft vor. Die Information dort wurde in Form einer Präsentation gegeben.
In der anschließenden Fragerunde baten die Oppositionsfraktionen darum, die Stellungnahmen den Kreistagsabgeordneten zur Verfügung zu stellen. Das wurde von der Kreisspitze abgelehnt. Die Ausschussmitglieder von GRÜNEN, FWG und FDP waren empört. Gerhard Salz (GRÜNE) stellte klar: „Diese Texte werden nach Bewertung durch die Verwaltungen vom RP Darmstadt und dem Regionalverband FrankfurtRheinMain sowieso öffentlich, daher könne man sie den Mitgliedern des Wetterauer Kreistages schon jetzt aushändigen.“ Dr. h. c. Jörg Uwe Hahn (FDP) sprach sich dafür aus, dass zumindest denjenigen Abgeordneten, die vom Wetteraukreis in die Regionalversammlung Südhessen entsendet sind, die Stellungnahmen bekommen. Herbert Weber (Freie Wähler) reagierte mit Kopfschütteln auf die neuerliche Abschottungspolitik der Kreisspitze. „Das entspricht nicht unserer Vorstellung einer fairen und kollegialen Einbeziehung gewählter Vertreterinnen und Vertreter in wichtige Kreisangelegenheiten.“ Immerhin soll im kommenden Jahrzehnt der Wetterauer Landwirtschaft teilweise bestes Ackerland für neue Siedlungs- (350 ha) und Gewerbeflächen (166 ha) dauerhaft entzogen werden.
Für die kommende Kreistagssitzung am 03.12.2025 stellen die drei Fraktionen einen Dringlichkeitsantrag. Sie wehren sich damit gegen die intransparente Haltung der Kreisspitze mit dem Ziel, die Stellungnahmen allen Abgeordneten des Kreistags zugänglich zu machen.