GRÜNE im Wetteraukreis wollen zertifiziertes Energiemanagementsystem

Der Wetteraukreis soll sein Energiemanagement organisatorisch zu einem zertifizierten Energiemanagementsystem nach DIN ISO 50001 weiterentwickeln – das fordert die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Ziel ist die unabhängige Zertifizierung innerhalb von 24 Monaten, um nachweisbare und dauerhafte Energieeinsparungen zu erzielen. Der aktuelle Klimaschutzbericht 2023/24 zeigt: Rund 80 Prozent des Energieverbrauchs der Kreisverwaltung entfallen auf den Wärmebedarf kreiseigener Liegenschaften, der zu 73 Prozent aus fossilen Energieträgern (Gas und Öl) gedeckt wird – bei jährlichen Kosten von 3,7 Millionen Euro.

 

„Mit dem im Kreishaus bestehenden Energiemanagement sind künftig keine vergleichbar hohen Einsparungen mehr zu erwarten. Wir brauchen wirksamere Instrumente, um Energieeffizienz systematisch in alle Verwaltungsprozesse zu integrieren“, erklärt Marcus Stadler, Energieexperte der GRÜNEN-Fraktion. Ein Energiemanagementsystem nach DIN ISO 50001 biete hierfür den idealen Rahmen: Durch definierte Kennzahlen, interne Audits und regelmäßige Bewertungen lassen sich einerseits Kosten senken, andererseits wird das Image des Wetteraukreises als vorbildlicher, nachhaltiger Akteur gestärkt.

 

Konkret schlagen die GRÜNEN vor, innerhalb eines Jahres ein Umsetzungskonzept vorzulegen, Fördermöglichkeiten zu prüfen und die Mitarbeitenden aktiv in den Prozess einzubinden. „Energieeffizienz muss zum selbstverständlichen Bestandteil des täglichen Handelns werden. Ein zertifiziertes System schafft Transparenz, motiviert zu eigenverantwortlichem Klimaschutz und macht den Kreis als modernen Arbeitgeber attraktiver“, so Stadler.