Ein Schritt weiter in die falsche Richtung

GRÜNE zur Baugenehmigung für das geplante Rewe-Logistikzentrum

Der Wetteraukreis hat Rewe die Baugenehmigung für das Logistikzentrum in Berstadt erteilt. Vollumfänglich. Co-Fraktionsvorsitzender Michael Rückl: „Es war vorauszusehen. Das Bauplanungsrecht vollzieht die falschen politischen Entscheidungen. Sie werden maßgeblich bestimmt durch CDU und SPD. Noch immer kennen sie in der Regionalplanung nur eine Richtung: Flächenverbrauch. Das trifft besonders die Wetterau. Von der aktuellen Kreisspitze ist hier kein Widerspruch zu erwarten. Die Teilnahme von Landrat Weckler letzte Woche beim Richtfest der dritten Logistikhalle der Dietz AG in Hammersbach ist Aussage genug. Kreistagsabgeordnete der GRÜNEN standen auf der Seite der Protestierenden.“

Klimakrise, Artenschwund und jetzt der Ukrainekrieg. Nie waren die fatale Abhängigkeit von fossilen Energien und die Frage der Welternährung brisanter als jetzt. In diese Situation kommt die Genehmigung für die Vernichtung von 30 ha allerbesten Ackerbodens. Frei nach dem Motto: Unser Essen muss ja hier nicht produziert werden, das kommt schon irgendwoher, das macht dann Rewe mit seiner Logistik.

Rückl: „Diese Ignoranz muss ein Ende finden. Deshalb unterstützen die GRÜNEN weiterhin alle Bemühungen, das Projekt zu stoppen. Die Gegnerinnen und Gegner werden sich weiter mit juristischen Mitteln wehren. Gegen eine Politik, die noch immer nicht verstanden hat, dass die Lebensgrundlagen zu schützen und nicht zu vernichten sind. Die Wetterau ist bestes Agrarland. Verantwortliche  Politik sollte dieses historische Erbe bewahren. Und nicht verschleudern, um Arbeitsplätze von Hungen und Rosbach nach Berstadt zu verlagern. Ohnehin will Rewe in Berstadt eine weitgehend automatisierte Logistik schaffen. Option zum Abbau von Arbeitsplätzen also inbegriffen. Dennoch spricht der Wölfersheimer Bürgermeister See von krisensicheren Arbeitsplätzen für die Region. Ihm ist entgegenzuhalten, dass es die schon längst gibt. Im Fachkräftebereich oder z.B. in der Kreisverwaltung. Dort wird der Landrat nicht müde, darauf hinzuweisen, dass keine Leute für die vielen offenen Stellen zu finden seien.“