Die Co-Vorsitzende der Wetterauer GRÜNEN Kreistagsfraktion Isil Yönter und ihr Kollege Gerhard Salz besuchten unlängst erneut die John-F.-Kennedy-Schule (JFK) in Bad Vilbel. Ihr Gespräch mit dem Schulleiter Markus Maienschein war sehr aufschlussreich und konstruktiv. Die derzeitige Lage: Alle Abschlussklassen der Haupt- und Realschule sind jetzt in den Räumen der ehemaligen Brunnenschule untergebracht. Die Dauer des zurückzulegenden Fußweges beträgt ca. 20 Minuten. Die Schule ist also weiterhin auf zwei Standorte verteilt. „Wir halten das für ein Unding für eine Sekundarstufenschule! Die als Übergangslösung gedachte Maßnahme läuft jetzt schon im zweiten Schuljahr.“, so Yönter. Mittlerweile plant der Kreis offenbar das alte Hausmeistergebäude abzureißen und an dessen Stelle einen Neubau mit Klassenräumen für die Saalburg- und JFK-Schule zu errichten. Dies haben die GRÜNEN im Kreistag bereits im Jahr 2021 gefordert. Sie hoffen auf schnelle Umsetzung.
Schulentwicklung und öffentliche Verkehrsverbindungen
Die JFK plant für ihre Zukunft einiges an Neuerungen. Z.B: ist die JFK bislang eine Haupt- und Realschule mit Förderstufe, es gibt Ideen diese in Richtung einer schulformbezogenen Gesamtschule umzuwandeln, wie z.B. in Oberursel schon erfolgreich praktiziert. Yönter und Salz befürworten diese Weiterentwicklung und boten ihre Unterstützung an. Schließlich ist der Schulentwicklungsplan in seiner Aufstellung begriffen.
Eine deutliche Benachteiligung sieht die JFK im Angebot des öffentlichen Nahverkehrs. Insbesondere Bad Vilbeler Schüler*innen aus Gronau und Dortelweil gehen wegen der guten Verkehrsverbindungen in die Kurt-Schumacher-Schule (KSS) nach Karben und nicht in die näher gelegene John-F.-Kennedyschule. Salz dazu „Die bestehende Busverbindung von Gronau nach Karben und die S-Bahn S6 zwischen Dortelweil und Karben mit anschließendem Bustransport zur KSS scheinen deutlich besser als die Bahnverbindungen zwischen beiden Stadtteilen und den Bad Vilbeler weiterführenden Schulen. Alle Versuche, hier eine Änderung zu bewirken, scheiterten bisher an der Haltung der VGO.“ Salz versprach, sich darum zu kümmern.
Leitlinie Schulbau – Schulleiter wünschen Mitsprache
In den vor kurzem vom Kreistag verabschiedeten Leitlinie zum Schulbau sieht Maienschein die Interessen der Haupt- und Realschulen wenig vertreten. Er hätte sich im Vorfeld eine Beteiligung an der Diskussion gewünscht. Insbesondere enthielten die Leitlinien keine echten Veränderungen: vom „Klassenraum als drittem Pädagogen“ – wie in den Leitlinien als Vorlage genannten Konzepten ist man mit der nur vorgegebenen Anzahl von Räumen und Raumgrößen weit weg von den Empfehlungen der als Referenz genannten Montag-Stiftung. Ob eine Zusammenarbeit oder sogar Mitspracherechte der Schulgemeinde bei der Umsetzung eine Rolle spielten, sei abzuwarten. Maienschein spricht auch Lob für den Schulträger aus: „Der starke Mitarbeiterzuwachs im Kreis für die Schulbauten ist schon zu bemerken. Bis Februar werden wir digital voll ausgestattet sein. Auch der geplante Um- und Neubau im Verwaltungstrakt ist schon gut in der Mache, die Kommunikation hat sich stark verbessert.“
Ausschusssitzungen in den Schulen
Nach Auffassung der GRÜNEN ist es durchaus sinnvoll, wenn der Bildungsausschuss des Kreistages öfter in den Schulgebäuden des Wetteraukreises tagt, um einen wahrnehmbaren Eindruck über seine Schulen zu bekommen. Salz: „Unsere letzten Gespräche in der Hammerwaldschule in Hirzenhain, dem Wolfgang-Ernst-Gymnasium in Büdingen, der Henry-Benrath-Schule in Friedberg und jetzt an der JFK in Bad Vilbel fielen diesbezüglich auf fruchtbaren Boden. So können die Kreisverantwortlichen vor Ort die Probleme erfahren und dann im Kreistag an Lösungen arbeiten.“