GRÜNE Kreistagsfraktion schlägt Integrationskonferenz für Herbst 2026 vor – Menschen aus der Praxis und Betroffene sollen im Mittelpunkt stehen

Die Kreistagsfraktion der GRÜNEN setzt sich dafür ein, dass im Herbst 2026 eine kreisweite Integrationskonferenz stattfinden soll. Den Anstoß dafür gab die Geflüchtetenkonferenz im November 2025. Dort wurde mehrfach angeregt, den Fokus auf die Integration von Geflüchteten sowie Migrantinnen und Migranten zu richten und dazu einen Austausch zu organisieren. „Integration ist kein abstraktes Thema, sondern passiert täglich in Kitas, Schulen, Betrieben und Vereinen. Wir wollen die unterschiedlichen Perspektiven zusammenbringen, von den Erfahrungen hören und auch daraus lernen. Am Ende könnten daraus konkrete

Kreisstagsabgeordnete Myriam Gellner

Handlungsempfehlungen für die Politik im Kreis folgen“, erläutert die Abgeordnete Myriam Gellner die Vorstellungen ihrer Fraktion.

Im Fokus der Konferenz sollen institutionelle Schlüsselbereiche der Integration stehen: Bildungseinrichtungen wie Kitas und Schulen, die Volkshochschule sowie der Arbeitsmarkt, insbesondere Handwerk und Industrie. Eingeladen werden sollen Personen aus der Praxis – Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und Erziehern, Integrationslotsinnen und -lotsen, Arbeitgeberinnen bzw. Arbeitgebern sowie ehrenamtlich Engagierte. „Zudem ist uns wichtig, dass auch Geflüchtete, Migrantinnen und Migranten selbst zu Wort kommen. Ihre Erfahrungen zeigen uns, wo Integration bereits gut funktioniert und wo wir nachsteuern müssen“, so Gellner.

Ziel einer solchen Veranstaltung wäre es, Alltagserfahrungen systematisch auszuwerten und daraus konkrete Empfehlungen für kreis- und kommunalpolitische Maßnahmen abzuleiten. Die GRÜNEN-Fraktion wird ihren Vorschlag demnächst in den Kreistag einbringen. „Wir verstehen eine Integrationskonferenz als folgerichtige Weiterentwicklung der bisherigen Geflüchtetenkonferenzen des Kreises. Dort lag der Schwerpunkt oft auf den Fragen von Unterbringung, gesetzlichen Regelungen und der Arbeit der Behörden. Nun soll der Fokus auf das Gelingen sowie die Schwierigkeiten und Herausforderungen bei der Integration in die Gesellschaft gelegt werden“, betont Gellner.