GRÜNE schlagen Energiespargipfel im Wetteraukreis vor

Bedingt durch den Ukraine-Krieg ist die Energieversorgung des Landes zu bezahlbaren Preisen eines der zentralsten Themen dieser Tage. Sowohl die Verfügbarkeit von Energie als auch deren Preisentwicklung sind kritisch. Die Bundesregierung hat frühzeitig zum Energiesparen als gegensteuernde Maßnahme aufgerufen. Die zu Beginn des Monats in Kraft getretenen Energiesparverordnung verpflichtet auch Kommunen zu Einsparleistungen. Im Oktober folgen weitere Verordnungen. Dennoch sollten sich Kommunen und Kreis jetzt schon auf den Weg machen und nach weiteren Einsparmöglichkeiten suchen. Da sie alle in einer ähnlichen Lage sind, schlägt die Kreistagsfraktion der GRÜNEN einen Energiespargipfel im Wetteraukreis vor, zu dem der Kreis alle Städte und Gemeinden einlädt.

Michael Rückl Co-Fraktionsvorsitzender

„Im Kreishaushalt für 2022 betragen die geplanten Kosten für Strom, Gas und Öl rund 5 Mio. €“, so GRÜNEN Co-Fraktionsvorsitzender Michael Rückl. „Zwar bezeichnet die Kreisspitze auf Grund günstiger Einkaufsverträge die Kosten bei diesen Energiearten für 2022 als relativ stabil. Aber bei der aktuellen Preisentwicklung wird sich das für 2023 drastisch ändern. Energieeinsparung drosselt also einen absehbar sehr hohen Kostenanstieg.“

 

Kreistagsabgeordnete Dr. Ina Neher

 

 

 

„Es zeichnet sich eine gänzliche Einstellung der russischen Gaslieferungen ab“, ergänzt Rückls Fraktionskollegin Dr. Ina Neher. „Es droht Knappheit bei den fossilen Energieträgern, von denen der Wetteraukreis leider immer noch viel zu stark abhängig ist. Nicht nur im Hinblick auf galoppierende Energiepreise und mögliche Engpässe im Winter, auch im Sinne des Klimaschutzes müssen alle möglichen Potentiale zum Energiesparen genutzt werden.“

 

Die beiden GRÜNEN-Abgeordneten: „Alle in Kreis und Kommunen überlegen ohnehin schon, was sie in dieser Lage machen können. Der von uns vorgeschlagene Energiespargipfel führt Ideen und Vorschläge zusammen, die dann von allen übernommen werden können. Wir erhoffen uns dadurch eine noch größere Effektivität bei den Einsparbemühungen. und Bürgermeister:innen schließen sich in einer kritischen Situation zusammen, koordinieren ihre Handlungen und signalisieren der Bevölkerung kein freudiges, aber ein entschlossenes und miteinander abgestimmtes Vorgehen.“