Der Beginn des Ukraine-Kriegs jährt sich zum dritten Mal. Donald Trump nennt den ukrainischen Präsidenten Selenskyj einen Diktator und behauptet wahrheitswidrig, die Ukraine hätte den Krieg angefangen. Höchste Zeit, ein weiteres Zeichen der Solidarität mit dem angegriffenen Land zu setzen. Die Kreistagsfraktion der GRÜNEN schlägt daher eine Solidaritätspartnerschaft mit einem Kreis, einer Stadt oder Region in der Ukraine vor. Ein entsprechender Antrag ist gestellt.
Myriam Gellner, Kreisfraktionsmitglied und Initiatorin des Antrags weiß aufgrund eigener Engagements in der lokaler Flüchtlingshilfe in Bad Vilbel und durch ihre Aktivitäten bei Hilfsprojekten für die Ukraine, dass es konstante Unterstützungssignale und -aktionen braucht.

In dem nun schon drei Jahre andauernden, zermürbenden Kriegsalltag benötigen die Menschen in den Kriegsgebieten Mut, Zuversicht und Partner.
„Die von uns geforderte Partnerschaft soll auf Solidarität, direkte Hilfe und praktische Unterstützung ausgerichtet sein. Solche Initiativen gibt es bereits in den Nachbarkreisen Gießen und im Hochtaunuskreis. Idealerweise entsteht ein fachlicher und zwischenmenschlicher Austausch auf Verwaltungs- und politischer Ebene, gewinnbringend für beide Seiten. Mit ziel- und bedarfsgerechten Hilfsaktionen für die gewählte ukrainische Region, Kreis oder Stadt kann ein Beitrag zum Wiederaufbau vor Ort geleistet werden, aber auch Völkerverständigung praktisch erlebbar werden.“

Isil Yönter, Kreisfraktionskollegin führt weiter aus: „Wir sehen die große Chance zivilgesellschaftliche Strukturen transkulturell aufzubauen und im wertschätzenden Austausch auch freundschaftlichen Beziehungen zwischen unseren Ländern zu fördern.
Bereiche für ein länderübergreifendes Engagement gibt es viele: Verwaltung, Politik, Bildung, Vereine, Initiativen, Menschen in besonderen Situationen. Die angedachte Solidaritätspartnerschaft soll mehr sein als Hilfsgüter zu transportieren oder die Energie- und medizinische Versorgung zu sichern. Sie ist zukunftsorientiert. Mit unterschiedlichsten Maßnahmen unterstreicht sie den gemeinsamen Weg in ein demokratisches Europa in Freiheit und Selbstbestimmung.“