Wiedereröffnung der Recyclinghöfe

Gerhard Salz (GRÜNE) und Markus Bäckel (FW) fordern per Dringlichkeitsantrag die Wiedereröffnung für Privatpersonen in der Woche nach Ostern

Die beiden Mitglieder der Betriebskommission des Abfallwirtschaftsbetriebes des Wetteraukreises (AWB) Markus Bäckel (Freie Wähler) und Gerhard Salz (Bündnis 90/DIE GRÜNEN) fordern in einem Dringlichkeitsantrag die Wiedereröffnung der Recyclinghöfe für Privatpersonen in der Woche nach Ostern. Die öffentlich betriebenen Recyclinghöfe sind momentan für diesen Personenkreis geschlossen. Begründung: Die Gefahr durch einen Besuch mit dem Coronavirus infiziert zu werden oder jemanden zu infizieren. Da man sich nicht in der Betriebskommission treffen kann, verlangen sie einen Umlaufbeschluss per Email.

Private Betreiber haben geöffnet

Die Anlieferung von eingesammeltem Restmüll, Papier und Kompost durch die Müllfahrzeuge wird weiterhin über die entsprechenden Anlagen in Echzell Grund-Schwalheim und in Niddatal Ilbenstadt abgewickelt. Ebenso können Gewerbetreibende die Recyclinghöfe offenbar weiter benutzen. Private Anbieter ähnlicher Dienste, wie die Firma Scherz in Altenstadt Waldsiedlung oder die Firma Mohr in Nidderau-Erbstadt haben weiterhin geöffnet. Diese nehmen aber nicht das gesamte Abfallsortiment entgegen sondern können nur teilweise mit den öffentlichen Recyclinghöfen verglichen werden.

Viel Zeit zur Arbeit auf dem eigenen Grundstück ist vorhanden

Momentan haben viele Mitbürger und Mitbürgerinnen sehr viel zusätzliche Zeit, die aus der Kurzarbeit oder dem Homeoffice resultiert. Bei letzterem fällt zumindest die Zeit für den Weg zur Arbeit und zurück weg. Dazu Gerhard Salz: „Diese Zeit wird von vielen dazu genutzt, notwendige Reparaturen am Haus vorzunehmen, kleine Umbauten anzugehen, den Hof und den Garten auf Vordermann zu bringen oder einfach mal auszumisten. Die Baumärkte blieben ja aus gutem Grund geöffnet. Dabei entstehen natürlich mehr Abfälle als in normalen Zeiten, die man loswerden möchte. Dazu sind die Recyclinghöfe da!“

 

Die Sicherheit der Mitarbeiter/innen und Kunden ist gewährleistet

Markus Bäckel: „Die Sicherheit der Arbeitnehmer/innen beim AWB und in den beteiligten Kommunen sowie der Kunden liegt uns natürlich sehr am Herzen. Deshalb müssen bei einer Wiederöffnung selbstverständlich die allgemeinen Standards eingehalten werden. Das Befahren eines Recyclinghofes ist dann für alle Beteiligten sicherer, als der Besuch eines Supermarktes.“

Die Wägungen und Abrechnungen finden sowieso hinter Glasscheiben statt. Bei Kontrollen des mitgebrachten Materials gibt es klare Regeln: Der Fahrer/Die Fahrerin öffnet Kofferraum und/oder Anhänger und setzt sich wieder auf den Fahrersitz. Dann findet die Kontrolle statt. Die anschließende Kommunikation muss mit einem Sicherheitsabstand von 2 m oder wieder vor und hinter der Glasscheibe geführt werden. Kontrolliert wird ausschließlich im Außenbereich. Damit sind die die Mitarbeiter und Kunden bestmöglich geschützt.